Festspielverein will Kulturerbe werden

Montag, 4. Dezember 2017

Festspielverein will Kulturerbe werden

Der Vorstand des Agnes-Bernauer-Festspielvereins zusammen mit einem der beiden neu gewählten Kassenprüfer und den Arbeitsgruppen-Leitern (von links): Karl Weber, Alfred Jurgasch, Claudia Griessl, Klaus Brehm, Rupert Kohlhäufl, Rüdiger Kuchler, Assi Hiergeist und Margot Woitala.

Vorstand beantragt Aufnahme in UNESCO-Liste – Am 17. Mai wird Herzogspaar vorgestellt

Der Staatsminister der Finanzen und Heimatminister Dr. Markus Söder hat dem Agnes-Bernauer-Festspielverein heute den Heimatpreis Bayern verliehen.
Die Verleihung des Heimatpreises, die Aufführung des „Bayerischen Jedermanns“ und die Suche nach einem neuen Vorsitzenden – dieses Jahr war ein aufregendes für den Agnes-Bernauer-Festspielverein. Bei der Mitgliederversammlung am Freitag im Wappensaal des Herzogschlosses wurde nicht nur ein ausführlicher Jahresbericht vorgestellt, sondern auch eine Vorschau auf 2018 gegeben. So soll am 17. Mai das neue Herzogspaar vorgestellt werden.

Seit 177 Tagen ist Karl Weber Vorsitzender des Agnes-Bernauer-Festspielvereins. Der Posten des Vorsitzenden war von 18. November bis 8. Juni unbesetzt. So lange führte sein Stellvertreter Alfred Jurgasch die Geschäfte. „Dafür möchte ich mich bei dir bedanken, Alfred“, sagte Weber.

Lange war unklar, wer den Posten des Vorsitzenden übernimmt. Am 8. Juni stellte sich Weber nach langen Überlegungen zur Wahl. Er wurde einstimmig gewählt. „Ich bereue es nicht, und es macht mir sehr viel Spaß, diesen wunderbaren Verein zu führen“, versicherte Weber. Auch in Zukunft wolle er die Arbeiten im Team beibehalten, allerdings wurde die Zahl der Teilnehmer an den Vorstandssitzungen verringert. „Ab sofort nehmen neben der Vorstandschaft nur die Leiter der Arbeitsgruppen an den Sitzungen teil.“

Dr. Hubert Fischer kümmert sich um Fundus

Auch wenn Dr. Hubert Fischer nicht mehr Vorsitzender des Vereins ist, kümmert er sich vorerst weiter um den Fundus. Als Ersatz für die Räume an der Fürstenstraße, die für den TUM-Campus genutzt werden sollen, soll der Verein den ersten und dritten Stock des Ostturms und den dritten Stock des Westturms im Herzogschloss bekommen. Der Westturm muss allerdings erst saniert werden. „Auf diese Räumlichkeit kann der Verein auf keinen Fall verzichten, damit der Fundus sauber untergebracht werden kann“, betonte Weber.

Derzeit wird auch die Satzung überarbeitet. Dabei soll vor allem die Jugendarbeit einen großen Stellenwert bekommen. Ebenso hat der Vorstand einen Antrag auf die Aufnahme in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO gestellt. Diesen Titel haben beispielsweise auch der Kötztinger Pfingstritt, die Passionsspiele Oberammergau und die Landshuter Hochzeit erhalten.

Weber präsentierte einen ausführlichen Jahresbericht, beginnend mit der Weihnachtsfeier im Dezember 2016 und dem 15-jährigen Bestehen der Tanzgruppe im Februar. Einen roten Teppich, Fanfaren-Klänge, Fackeln und Agnes-Bernauer-Pralinen gab es am 18. März zu Ehren von Dr. Hubert Fischer. Am 2. Mai fuhr eine Delegation in das holländische Generalkonsulat, um den Geburtstag von König Willem Alexander zu feiern. Auch an den Festen der Stadt beteiligte sich der Verein. So trat die Tanzgruppe bei Schlaflos auf, nahm am Herzogstadtlauf und am Volksfestauszug teil und präsentierte sich mit einem Infostand auf der Ostbayernschau.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Premiere des „Bayerischen Jedermann“ am 14. Juli. Das Freilichtspiel wurde von Andreas Wiedermann inszeniert. „Ich möchte mich bedanken, dass ihr viel Freizeit und Herzblut für die Probenarbeit, Organisation und Vorbereitung geopfert habt“, so Karl Weber. Da durch die Proben der Jedermann-Spiele ein Teil des Mobiliars des Wappensaales in Mitleidenschaft gezogen wurde, beschloss der Vorstand kürzlich, 23 neue Tische und 92 neue Stühle anzuschaffen. „Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 17 000 Euro“, sagte Weber.

Die nächsten Festspiele finden 2019 statt

Mit dem Heimatpreis Niederbayern werden Menschen geehrt, die sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt der Traditionen einsetzen. Am 6. November wurde dieser Preis durch Staatsminister Dr. Markus Söder an den Agnes-Bernauer-Festspielverein überreicht. „Das ist eine Bestätigung und ein Dankeschön an alle unsere Mitglieder“, betonte Weber.

Die Festspiele 2019 werfen jetzt schon ihre Schatten voraus. Von der Organisation der Räumlichkeiten zum Treffen mit Spielleiter Andreas Wiedermann, dem Beginn der Rollenausschreibungen Mitte Januar bis zur Vorstellung des neuen Herzogpaars am 17. Mai 2018 – die Planungen laufen. 2018 ist aber auch sonst ein ereignisreiches Jahr. Die Teilnahme am bayerischen Gästeführertag, die Gründung einer Nähgruppe im Fundus, das Aufräumen der Lager in Rain und Eglsee und die Beteiligung bei Schlaflos und den Bogener Rautentagen sind bereits geplant. Auch an der Feier zum 800-jährigen Bestehen der Neustadt will sich der Verein beteiligen.

Nach der Vorstellung des Kassenberichts durch Wahlleiter Richard Hobmeier wurde Schatzmeisterin Gisela Lummer entlastet und Vorschläge für die Wahl der Kassenprüfer gesammelt. Pascal Wagner und Klaus Brehm wurden einstimmig gewählt.

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 04.12.2017 -dab-

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