„Ja, ich will“ – Ministerpräsident Markus Söders Liebeserklärung an Agnes und Straubing

Donnerstag, 13. Dezember 2018

„Ja, ich will“ – Ministerpräsident Markus Söders Liebeserklärung an Agnes und Straubing

Er habe es schon vermutet, dass die Straubinger wieder etwas von ihm wollen, erklärte der Ministerpräsident schmunzelnd. Ein kräftiges „Ja, ich will“ rief er Richtung Agnes Bernauer und ihrem Gefolge im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei. Der Festspielverein mit Vorsitzendem Karl Weber war mit über 30 Edeldamen, Rittern und Herzögen sowie Oberbürgermeister Markus Pannermayr am Mittwoch zum Patenbitten nach München gefahren. Ein erfolgreicher und gut gelaunter Tag – für alle Beteiligten.

Weekender waren das nicht mehr, eher Reisegepäck für eine Woche, was Adelsdamen am Vormittag zum Busbahnhof am Hagen schleppten. So ein standesgemäßes Gewand braucht Platz. Obwohl, es geht auch anders: Herzog Albrecht, den Ministerpräsident Söder als „Kollege“ begrüßte, langte für seine Robe inklusive Strumpfhose nur etwas mehr als eine große Tüte eines Dirndl-Fachgeschäfts. Mit „Grüß Gott, meine Freunde, und guten Morgen an die Rentner“, gab Karl Weber währende der Fahrt das Programm des Tages vor.

Die richtige Reihenfolge der Begrüßung ist wichtig

Stau und Münchner Stadtverkehr geschuldet, war die Ansage der Protokollfrau der Staatskanzlei im Sitzungssaal 103, pardon, dem herzoglichen Ankleidezimmer, freundlich aber streng: „Zehn Minuten zum Umziehen!“ Raus aus den Straßenklamotten und rein in das Mittelaltergewand in Rekordzeit, da zeigte sich das Teamwork der Festspieler. Denn dazu gehört viel „sich umdrehen“, um dem Nachbarn das Gewand zu schnüren. Vor allem bei den Damen war das aufwendig. Dank Pragmatismus und „Handy-Selfie-Spiegel“ saß zum Beispiel bei der Agnes das Make-up noch „just in time“. Wer fertig war, wurde auf den Weg geschickt. Zum Kuppelsaal.

„Sehr geehrte Damen und Herren, meine Hoheiten, Herr Oberbürgermeister“, begrüßte Markus Söder seine Gäste und betonte schelmisch: „Diese Reihenfolge ist richtig.“ Er hätte gehört, dass man ihm etwas antragen will, aber zuerst wolle er Danke sagen. Der Ministerpräsident betonte, wie stabil der Freistaat bei Fortschritt und Technik im Vergleich zu vielen Ländern in Europa dastehe. Das sei aber auch ein Verdienst von Heimat- und Kulturliebe, „und dazu gehört ihr“, betonte er in Richtung der 33 ambitionierten Laienschauspieler. Er lobte die historischen Kostüme und entschuldigte seinen schiefen Seitenblick auf den einzigen unpassend Gekleideten im Anzug, Markus Pannermayr, lächelnd: „Wahrscheinlich der schickste Oberbürgermeister Niederbayerns!“

Pate Söder hofft, dass es günstiger wird als Volksfest

Pannermayr revanchierte sich mit „und lieber Ministerpräsident“, am Ende seiner Begrüßung, nach „liebe Straubinger“ und „diese Abstufung muss sein“. Und er erinnerte, dass die bayerische Staatsregierung als Nachfolger der Wittelsbacher die Verantwortung für das Schicksal der Bernauerin trage. Listig formulierte er fragend, „ob da nicht noch eine Wiedergutmachung“ ausstehe.

Pannermayr und Festspielverein-Vorsitzender Karl Weber dankten noch einmal für den Kulturpreis als „Immaterielles Kulturerbe“, den der Festspielverein für sein Engagement dieses Jahr verliehen bekam (wir berichteten). Weber hatte einen Straubing-Schirm für den künftigen Schirmherrn dabei, hoffte aber, das der nicht nur bei der Premiere mit Söder, sondern bei allen Aufführungen daheim bleiben könne. Der Ministerpräsident, der sich erst mal versicherte, ob das Rathaus auf dem Schirm abgebildet ist, versprach beim Thema Wetter, sein Möglichstes zu tun.

Agnes und Albrecht (Kristina Kohlhäufl und Dr. Ben Gröschl) baten im Namen aller Mitspieler um die Patenschaft der Aufführungen im kommenden Jahr und luden Söder ein, „das besondere Flair in Straubing während der Festspielzeit zu genießen“. Nach seinem „Ja, ich will“, betonte der Ministerpräsident, dass er „Straubing, eine Perle unter Bayerns Städten“ immer gern besuche. Und eine Patenschaft beim Agnes-Bernauer-Festspielverein komme ihn sicher nicht so teuer wie eine Volksfesteröffnung.

„Ein prachtvoller Haufen waren wir heute schon“, stellte eine Adelsdame bei der Heimfahrt fest. Darauf stießen die Agnes-Recken an. Zwei tapfere (Raub-)Ritter hatten einen Kasten Hofbräuhaus-Helles aus der Staatskanzlei geschleppt.

Karten für Agnes Bernauer

Der Vorverkauf für die Agnes-Bernauer-Festspiele vom 21. Juni bis 21. Juli 2019 läuft. Karten für die Neuinszenierung von Regisseur Andreas Wiedermann gibt es im Leserservice des Straubinger Tagblatts, Ludwigsplatz 32, Telefon 940-6700

Quelle: Straubinger Tagblatt, 13.12.18 – Ulli Scharrer
Fotos: Jürgen Sperl

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