Pressetermin und Leseprobe (Carl Orff – Die Bernauerin)

Freitag, 8. März 2013

Pressetermin und Leseprobe (Carl Orff – Die Bernauerin)

Andreas Wiedermann übernimmt Regie bei der Orff’schen Bernauerin – Premiere im Juli


Michaela Hofmann und Dominik Nowag spielen Agnes Bernauer und Herzog Albrecht in der bayerischen „Bernauerin“, einer Oper von Carl Orff.
Die einzige musikalische Version der „Bernauerin“ von Carl Orff präsentiert der Agnes Bernauer Festspielverein diesen Sommer bereits zum dritten Mal als Zuckerl zwischen den Festspieljahren nach 1997 und 2005. Die Regie übernimmt als Nachfolger von Hans Vicari Andreas Wiedermann, der auch kürzlich mit dem Musical „Oliver“ einen großen Erfolg verzeichnen konnte. Bei einem Treffen am Samstagnachmittag wurden die Verantwortlichen den Mitgliedern des Festspielvereins vorgestellt.Der Vorsitzende des Festspielvereins Dr. Hubert Fischer bedankte sich bei den etwa 50 anwesenden Vereinsmitgliedern, die den Weg in den Wappensaal des Herzogschlosses gefunden hatten, um sich über das diesjährige Projekt, die Orff’sche Bernauerin, zu informieren. Als Projektleiter fungiert Sascha Edenhofer, der 2007 die Rolle des Herzog Albrecht spielte, zusammen mit Petra Peschke, die das Stück, die Darsteller, den Regisseur und den musikalischen Leiter vorstellte.
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Foto: Jürgen Sperl

 

Sascha Edenhofer erklärte, dass der Spielort zwar wieder vor der Reitertreppe im Innenhof des Schlosses sei, die Zuschauer aber über die Donaupromenade geleitet werden, wo sie durch „Lagerleben und mittelalterliches Flair“ bereits in die Zeit von Agnes und Albrecht eintauchen könnten. Auch eine Hexenszene für die weiblichen Vereinsmitglieder wird es geben, da das Stück sonst nur wenige Frauenrollen biete.

Besonders freuten sich die Verantwortlichen, dass sich zwei junge Vereinsmitglieder für die Hauptrollen gefunden haben: Die 24-jährige Michaela Hofmann und der 19-jährige Dominik Nowag werden als Agnes und Herzog Albrecht zu sehen sein.

Die beiden freuen sich sehr auf die Herausforderung. Es sei „eine große Ehre“, die Hauptrolle zu übernehmen, erklärte Marketingkauffrau Michaela Hofmann stolz. Sie dürfte den Straubingern nicht zuletzt aus dem Musical „Oliver“ bekannt sein, wo sie „old Sally“ spielte – und auf der Bühne starb. Eine Parallele zu ihrer Rolle als Agnes, die sie aber keinesfalls als böses Omen sehe, sondern eher als Herausforderung.

Dass die Zuschauer sie „vielleicht gar nicht über die Planken laufen“ sehen, deutete Regisseur Andreas Wiedermann an: „Beim Lesen des Textes von Orff musste ich immer wieder an den Film „Tess“ von Roman Polanski denken. Darin gibt es große Aussparungen, der Zuschauer erlebt die großen Ereignisse nicht.“ Es stehe zwar außer Frage, ob Agnes stirbt oder nicht, interessanter findet der Straubinger Kulturförderpreisträger, wie sich Albrecht verhält, der „vom Liebesdiener zum Glaubenskrieger“ mutiere. Bemerkenswert sei das Alter des Liebespaares, das einen „starken Generationenkonflikt auf der Bühne“ hervorrufe. Für den Leiter der Ensembles „ImPuls“ und „Opera Incognita“ sei es die erste Begegnung mit dem Bernauer-Stoff, auf die er sich schon freue sowie auch darauf, die Darsteller kennenzulernen. Die ersten Proben sind für Ende Mai geplant. Den Probenplan werde Sascha Edenhofer bis Ostern fertigstellen.

Mehr als 60 Darsteller

Edenhofer war es, der Dominik Nowag 2007 als Albrecht beeindruckte. „Das möchte ich auch mal machen“, dachte der Verwaltungsfachangestellte. 2011 war er schon als adliger Junker und Küchenjunge bei den Festspielen dabei. Die Hauptrolle in der Orff’schen Bernauerin sei „sicher eine große Herausforderung, aber man will ja auch nicht stehenbleiben“, sagte Nowag.

Diplommusiker Stefan Frank zeichnet mit dem Straubinger Kammerchor verantwortlich für den musikalischen Teil des Musiktheaters. Als Schlagwerk-Ensemble konnte ein Quintett aus München gewonnen werden. „Schon ohne den Chor wirken mehr als 60 Personen mit“, erzählte Alfred Jurgasch, der die Rolleneinteilung vornahm und selbst als Mönch auftreten wird. „Es wird vom Personal her ziemlich opulent und umfangreich.“

Die Rollenverteilung wurde den Darstellern bereits mitgeteilt, so dass im Anschluss an das Vorstellungsgespräch einer ersten Leseprobe des Stückes nichts mehr im Wege stand.

Info:
„Die Bernauerin“ von Carl Orff wird am 26. Juli Premiere im Innenhof des Herzogschlosses feiern. Insgesamt sind sechs Aufführungen im Sommer geplant.
Autor: rus (Straubinger Tagblatt)

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