Planungen für Agnes-Bernauer-Festspiele 2024 stehen

Sonntag, 20. November 2022

Planungen für Agnes-Bernauer-Festspiele 2024 stehen

Der Vorstand des Agnes-Bernauer-Festspielvereins freut sich nach fünf Jahren Pause auf die Festspiele 2024 (v.l.): Klaus Brehm (bisheriger Kassenprüfer), Spielersprecherin Claudia Griessl, Markus Hobmeier, Rupert Kohlhäufl (beide neue Kassenprüfer), Pascal Wagner (bisheriger Kassenprüfer), Florian Schmiegelt (stellvertretender Vorsitzender), Gisela Lummer (Schatzmeisterin) und Michael Wallner (Schriftführer).
(Quelle: Eva Bernheim)

 

Nach fünf Jahren Pause soll es bekanntlich 2024 wieder Festspiele geben. Deshalb wird beim Straubinger Agnes-Bernauer-Verein bereits das kommende Jahr ganz im Zeichen dieses von vielen langersehnten kulturellen Großereignisses stehen, mit vielen Neuerungen und auch Unwägbarkeiten: ein neuer Regisseur, ein neues Stück, eine unsichere Weltlage, die Energiekrise, Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Dennoch blickt der Vorstand mit Vorfreude in die Zukunft. „Die Festspiele sollen auch ein Fest für uns werden“, so der zweite Vorsitzende Florian Schmiegelt. „Es steht alles“, sagte Schmiegelt, der den krankheitsbedingt verhinderten Karl Weber bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend im Wappensaal vertrat. „Einschließlich Proben ist alles bereits durchgeplant.“

Wie berichtet, übernimmt die Regie für die Festspiele vom 21. Juni bis 21. Juli 2024 der Theaterprofi Thomas Stammberger, der auch ein komplett neues Festspiel verfassen wird. Erstmals gibt es außerdem Workshops, bei denen der Regisseur die künftigen Mitwirkenden kennenlernen will. Der erste soll bereits am letzten Januarwochenende stattfinden.

Bewerbungsschluss für die Festspiele 2024 ist am 31. Dezember dieses Jahres. 70 Einsendungen gibt es bereits. „Das ist ein guter Stand“, sagte Regie-Assistentin Anna Lummer. Die Erfahrung der früheren Festspiele habe gezeigt, dass rund 60 Prozent der Bewerbungen erst kurz vor Schluss eingingen.

Kommunikationsprobleme sollen behoben werden

Anfang Februar treffen sich die Mitglieder zu einer weiteren Versammlung: Sie geht zurück auf den Antrag von Margit Bauer, die wie einige andere am Freitagabend die Kommunikation innerhalb des Vereins und zwischen Vorstand und Mitgliedern kritisierte. „Wir sind euer Inventar“, sagte sie, „nur wenn der Teamgeist stimmt, kommen wir ans Ziel.“ Andere beklagten, Informationen erst durch die Medien bekommen zu haben.

Florian Schmiegelt versicherte: „Dieses Gefühl soll nicht aufkommen, wir nehmen das sehr ernst.“ Die Versammlung am 3. Februar solle dazu dienen, solche Probleme auszuräumen. Dr. Hubert Fischer schlug vor, bereits vorher Themenschwerpunkte festzulegen. Schmiegelt stimmte dem zu: „Wir wollen uns ja auch darauf vorbereiten und es sollen am Ende Ergebnisse stehen.“

Kommunikationsprobleme könnten auch durch IT-Umstellungen aufgekommen sein, vermutete Anna Lummer. Möglicherweise seien manche E-Mails dadurch nicht angekommen. Auch die Homepage werde derzeit neu strukturiert. Die Anregung aus der Versammlung, einen Mitgliederbereich mit Newsletter zu etablieren, wurde positiv aufgenommen.

Jugendgruppe in Vorbereitung

Eine weitere Idee aus den Reihen der Mitglieder hat bereits Formen angenommen: Der Verein will eine Jugendgruppe gründen. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit erarbeitet. Es sei allerdings auch eine Satzungsänderung nötig, die außer vielen bürokratischen Formalitäten auch die Zustimmung der Mitglieder erfordere, so Schmiegelt. „Das Ziel soll ganz klar sein: Theater spielen. Wir wollen dadurch unseren Nachwuchs heranziehen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende. Gedacht sei an Kooperation mit den Schulen und Aufführungen in den Jahren zwischen den Festspielen.

Erfreuliche Nachrichten hatte Schatzmeisterin Gisela Lummer: Sie konnte im vergangenen Jahr 13.000 Euro an Spenden verbuchen. Der Verein habe sich außerdem bis zu den Festspielen einen Sparkurs verordnet, denn: „Auch wir müssen wegen der Energiekrise mit Preissteigerungen bis zum 35 Prozent rechnen“, sagte Lummer, „und wir wissen nicht, wie die Sponsoren reagieren.“ Kassenprüfer Pascal Wagner bescheinigte der Schatzmeisterin eine einwandfreie Buchführung. Die einstimmige Entlastung des Vorstandes war deshalb Routine, ebenso wie die turnusmäßige Wahl von zwei neuen Kassenprüfern: Markus Hobmeier und Rupert Kohlhäufl lösen Klaus Brehm und Pascal Wagner ab.

Charakterköpfe gesucht

„Traut euch und macht wieder mit“, ermunterte der stellvertretende Vorsitzende Florian Schmiegelt die Mitglieder des Agnes-Bernauer-Festspielvereins. Noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres läuft die Bewerbungsfrist für die Darsteller.

„Es können sich alle bewerben, Kinder, Frauen, Männer, Junge, Alte“, sagte Regieassistentin Anna Lummer, die Agnes-Darstellerin von 2015. Gesucht würden nicht nur Schauspieler, sondern auch „Leute hinter der Bühne“, etwa für die Maske oder die Frisuren. Theatererfahrung oder Aussehen spielten eine untergeordnete Rolle, versicherte Spielersprecherin Claudia Griessl, „vor allem brauchen wir Charakterköpfe, wichtig ist die Mischung“. Wer am besten zu welcher Rolle passt, solle bei den Workshops ermittelt werden, die am 28./29. Januar und entweder am 7./8. oder 21./22. Oktober stattfinden werden.

Mit Spannung erwartet nicht nur der Verein, sondern ganz Straubing nach dem Casting im März die Proklamation des neuen Herzogpaares und der weiteren großen Rollen am 4. Mai in der Stadthalle. Wer mitwirken will, findet alle Informationen entweder auf der Homepage des Vereins unter www.agnes-bernauer-festspiele.de sowie auf Instagram oder Facebook. Das ausgefüllte Formular kann entweder per E-Mail an anna.lummer@agnes-bernauer-festspiele.de oder per Post an den

Agnes-Bernauer-Festspielverein
zu Händen Anna Lummer
Postfach 416
94304 Straubing,

geschickt werden.

Quelle: Straubinger Tagblatt v. 20.11.22, Eva Bernheim

Bewerbungsunterlagen für die Festspiele 2024

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Unser Stammtisch findet immer am letzten Donnerstagabend jeden Monat ab 19.00 Uhr im Stüberl/Wappensaal statt.

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